| |
| Gasthof Auwirt,
Gasthaus seit 170 Jahren |
| Um 1834 wurde der alte Handelsweg auf die andere Uferseite der
Ache verlegt. Darum entschloss sich der Jagerwirt, der bis Dato die
reisenden Händler am alten Handelsweg betreut hatte, einen neuen
Gasthof zu erbauen. Seit dieser Zeit heißt dieses Haus Auwirt (früher
Auwirth geschrieben). Die Bezeichnung "Au" in Auwirt und auch in
Aurach, leitet sich von Aue ab, eine nasse buschige Wiese in Flußnähe.
Letzteres war wohl auch der Grund den Handelweg auf die andere
Uferseite zu verlegen. |
 |
Der Urspung des Handelsweges geht vermutlich auf eine
alte Römerstraße zurück. Zu noch früheren Zeiten wurde in
der Nähe von Aurach Kupfer abgebaut und nach Kufstein verbracht, wo
heute noch eine ca. 3000 Jahre alte Kupferschmelze zu besichtigen ist.
Im Mittelalter wurde für einige Jahrzehnte unweit von Aurach Silber
abgebaut und reger Handel erstrecke sich bis Venedig im Süden und
Augsburg im Norden.
Im 1900 Jahrhundert, also schon zu Zeiten des Gasthof Auwirt, wurde in
Aurach Eisenerz abgebaut. Überreste der alten Stollen sind noch heute
zu sehen. |
|
Gasthof Auwirt um
1900, die ersten Touristen |
| |
|
 |
Die Güter wurden überwiegend mit Packpferden transportiert, den
sogenannten Saumpferden, oder auch Saamross. Der Name Saumpferd leitet
sich von "Säume" ab, ein altes Wort für Last. Nach dem Ausbau der
Straßen und Pässe, etwa ab 1870, wurde das Saumpferd nach und nach
durch Wagen ersetzt. So diente denn auch der Gasthof Auwirt als
Pferde- wechselstation, wobei in kalten Jahreszeiten die Pferde im
Stall des Gasthof Auwirt untergebracht waren. |
| |
|
 |
Um 1900 begann dann der erste Tourismus, überwiegend
bergbegeisterte Wanderer aus England. Mit steigender Popularität des
Skisports wurde Aurach auch schnell als ideales Skigebiet erkannt. Mit
Fertigstellung der Eisenbahnlinie bis Kitzbühel, stieg die
Touristenzahl weiter an. Wegen der steigenden Gästezahl wurde der Gasthof Auwirt erst um einen
Wintergarten erweitert und später erfolgte eine Vergrößerung des Restaurants.
Die heutigen Wirtsleute, Rino und Margit König, führen das Haus als
Familien-betrieb in der dritten Generation.
Mit viel Feingefühl haben sie erst die Gaststube und das Restaurant
erneuert, und im Sommer 2004 alle Zimmer und Appartements. Dabei wurde
liebevoll der alte Charme des traditionellen Gasthauses erhalten.
|
 |
Sicher noch nicht "Historie", aber doch bereits 30 Jahre her.
Gesellige Runde mit Musik in der alten Gaststube, vor der Renovierung
(1976). |
| |
|
|